Salem2Salem

Salem2Salem

Artist Exchange 2010 2011

In einem schön gestalteten Kunstband wird die Entwicklung des Projektes, seine Künstlerinnen und Künstler ihre Werke und die beispielhafte Zusammenarbeit über alle Sparten hinweg gezeigt.

salem2salem KATALOG 2010-2011

Katalog Salem2Salem mit Renata Jaworska

Stefan Feucht, Anthony Cafritz (Hrsg.) broschiert, 144 Seiten, durchgängig zweisprachig Deutsch/Englisch, 21,0 x 29,7 cm, 175 Abbildungen

© 2012 Verlag Robert Gessler

herausgegeben vom Kulturamt Bodenseekreis (D) und Salem Art Works (USA)

ISBN 978-3-86136-172-5

10,00 €

interdisziplinär und interkulturell

Im Künstleraustauschprogramm zwischen Salem/Bodensee und der Kulturinstitution SAW Salem Art Works im Upstate New York/USA werden über 30 Künstler aus den USA und der Region Bodensee/Oberschwaben drei Wochen lang gemeinsam auf Schloss Salem leben und arbeiten. Vorbilder sind das Staatliche Bauhaus in Weimar oder das Black Mountain College in den USA. In diesem Jahr vertreten die Künstler die fünf Sparten Literatur, Musik, Malerei, Bildhauerei und Digital Art. Die Künstler beschäftigen sich mit der spezifischen Geografie, Geschichte und Gesellschaft der Region und lassen sich zu Werken inspirieren. Im Jahre 1919 wurde in Weimar von Walter Gropius das Staatliche Bauhaus als Kunstschule gegründet, das bis heute als Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne gilt und dessen Resonanz bis heute anhält. Grundlage der Konzeption war ein internationaler, offener und interdisziplinärer Gedankenaustausch und ein Zusammenarbeiten der traditionell getrennten Bereiche der Bildenden, der Angewandten und der Darstellenden Kunst.

Nach der Auflösung des Bauhauses durch das Nazi-Regime wanderten viele Mitglieder in die USA aus (Josef Albers, Walter Gropius, László Moholy-Nagy, Ludwig Mies van der Rohe) und schlossen sich dem 1933 gegründeten Black Mountain College an. So übernahm das BMC genauso eine Vorreiter-Rolle für die Avantgarde wie davor das Bauhaus und Künstler wie Robert Rauschenberg, Cy Twombly, Kenneth Snelson, John Chamberlain oder John Cage arbeiteten dort.

Die Kulturinstitution „Salem Art Works“ (SAW) (www.salemartworks.com) im State New York beruft sich mit ihrem „Artists Colony & Sculpture Park“ auf solche Vorbilder und organisiert ein interdisziplinäres Kulturprogramm.

Auch das Projekt „BodenseeKulturraum“ will an die Tradition der berühmten Vorbilder anknüpfen und mit verschiedenen Formen von regelmäßigen Symposien, Foren und Veranstaltungen den gegenseitigen offenen Kultur-Transfer fördern. Schwerpunkt sind dabei internationale und interdisziplinäre Projekte, die in gemeinsamer Kooperation von Bodensee-Institutionen und bedeutenden internationalen Kunst-Akademien/Universitäten und Kultur-Institutionen organisiert werden.

Ein zentrales Pilotprojekt ist das 2010 startende Künstler-Austauschprogramm „Salem2Salem“, dessen Ausgangspunkt die Verbindung der namensgleichen Orte Salem/Bodensee und Salem/N.Y. ist. Dabei wird ein internationaler und interdisziplinärer Austausch von Künstlern aus den USA und den Anrainer-Ländern des Bodensees organisiert. Das Programm ist reziprok angelegt, d.h. es findet ein wechselseitiger Austausch statt. In diesem Jahr kommen für eine Zeitdauer von drei Wochen über 20 Künstler aus Salem/USA (SAW) und weitere 16 Künstler verschiedener Kunstsparten aus den Bodensee-Anrainerstaaten sowie eine Künstlerin aus Polen in Salem/Bodensee zusammen, um gemeinsam arbeiten. Entsprechend der vertretenen Kunstsparten werden verschiedene Gruppen – die z.B. auch Literatur, Tanz, Schauspielerei, Musik mit einbeziehen, gebildet.

Organisiert wird das Programm vom Kulturamt Bodenseekreis in Kooperation mit „BodenseeKulturraum e. V.“ mit Sitz in Schloss Salem.

Die Künstler wohnen und arbeiten alle zusammen in Schloss Salem. Während des Symposiums sollen sich die Teilnehmer mit der spezifischen Geographie, der Geschichte und der Gesellschaft der Region beschäftigen und sich zu Werken (auch gemeinsamen) inspirieren lassen.

Quelle: Kulturamt Bodenseekreis, Salem2Salem

© Copyright Renata Jaworska

Renata Jaworska, educated at the Art Academy of Düsseldorf, has exhibited extensively throughout Poland, Germany and London since 2004 and focuses on collaborative performance and painting. Most recently she has collaborated with twenty American and fourteen German artists in Lake Constance, Germany for the project Salem2Salem, a pilot scheme of Bodensee Kulturraum that encourages interdisciplinary art production and takes its inspiration from the Bauhaus movement. Her "119-minute circle" project also called "a dancing congress" was held on 14th of march 2010 at Whitechapel Gallery in London. She invited representatives of sixteen different nations who gathered at the "The Nature of the Beast" – international, round table to form a live human exhibition. The piece was instigated in front of an installation by Goshka Macuga that explored Pablo Picasso’s Guernica exhibition at the Whitechapel Gallery in 1939, thus framing it with a reader-centric production of material exploring connections between art, propaganda and war. Each participant recited their national anthem individually followed by all reciting them again simultaneously creating a cacophony of dissonance, miscommunication and aural power struggles. The conference aimed to emphasize the rules of cultural identity whilst highlighting the sense of duty, individualism, thought process and behavior of each individual. Through this project Renata commented contemporary times, particularly the lack of communication among people and the feeling of loss experienced by many. Recording of the “119-minute circle” project as well as a documentation and research material would be a part of an exhibition Young Polish Art_ Metal at Metal Chalkwell Hall in Southend on Sea between 8th-12th of September. Born 1979, Poland. Lives in Germany and Poland

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